OpenFoodBank

Lebensmittel sind als Mittel für unser Leben elementar. Der Welthandel verleitet zu einen günstigen, globalen Import von Lebensmittel. Selbst viele Grundnahrungsmittel importieren wir mittlerweile aus der ganzen Welt, exotische Lebensmittel gehören schon längst zu unserem Alltag. Das macht uns stark abhängig von globalen Entwicklungen. Diese können von vielen Faktoren gestört werden, worauf wir keinen Einfluss haben und die unsere Versorgung gefährden können. Durch den Klimawandel werden sich Ernten verringern oder ganz ausfallen. Die Corona- Pandemie zeigt aktuell global die Schwachstellen in der Versorgung von Bedürftigen regional und global. Weniger Lebensmittel bedeutet steigende Preise und somit auch eine starke Zunahme von Hunger auf der ganzen Welt. Das zwingt uns in vielen Punkten unser Handeln zu überdenken und neu auszurichten.

Aktuell nutzen wir nur rund 50% dieser in Deutschland verfügbaren Ressource Lebensmittel. Den Rest wird meist noch verzehrfähig und achtlos entsorgt. Fairdirect e.V. möchte als gemeinnütziger Verein mit der OpenFoodBank diese Ressourcen in großen Mengen aktivieren, Überschüsse zwischen spendenden Firmen und verteilende Organisationen regional wie global vermitteln und überschüssige, frische Lebensmittel für einen möglichst langen Zeitraum haltbar und somit nutzbar machen (Fairdirect e.V.- Projekt Secondfood).

Was kann das OpenFoodBank- Netzwerk leisten ?

  • Eine zentrale Non- Profit- Infrastruktur bestehend aus Logistik/ Lagerhaltung/ IT & Management für die Erfassung, Lagerung, Verteilung und, wenn nötig, Weiterverarbeitung von verzehrfähigen, aktuell entsorgten Lebensmittelüberschüssen jeder Art und Menge bereitstellen
  • Überschüssige Waren- bzw. Stoffströme in jeder Größe mit dem Ziel „Verzehren vor Entsorgen“ lenken, lagern, verarbeiten und verteilen
  • Koordination und Umsetzung der Verarbeitung von leicht verderblichen Lebensmittel zu ungekühlt maximal lange haltbaren Secondfood– Lebensmittel bzw. zu der Gewinnung von Secondfood- Roh- und Hilfsstoffe für die Lebensmittelproduktion.
  • Teilmengen an Secondfood- Produkte an angegliederte Einzelhandelsketten bzw. von Secondfood Roh- und Hilfsstoffe an Lebensmittelproduzenten bereitstellen. Der Verkauf dieser Teilmengen deckt die Selbstkosten der gemeinnützigen Infrastruktur Openfoodbank
  • Lange haltbare, ungekühlt lagerfähige Lebensmittelbestände für z.B. Krisen, bei Lebensmittelengpässen, Hungersnöten etc. in zentralen/ dezentralen Lagerstätten bereitstellen und verwalten
  • Auslieferung der kostenlosen Abgabe von Lebensmittel in definierten Mengen an angeschlossene Hilfsorganisationen

Die OpenFoodBank:

  • vermindert effektiv die Verschwendung von wertvollen Lebensmittelressourcen
  • bietet ein hohes Maß an Ökologie, Natur-, Umwelt- und Tierschutz im Bereich Lebensmittel/ Lebensmittelproduktion da aktuell entsorgte Lebensmittel weitergeben werden bzw. zu ungekühlt maximal lange haltbare Secondfood- Produkte weiterverarbeitet werden
  • bringt mit Secondfood- Produkten bzw. mit dem Secondfood- Label versehene Lebensmittel diese Aspekte kunden- und werbewirksam direkt in die Regale des LEH
  • erhöht die Unabhängigkeit von vorhanden Lieferketten. Lebensmittelengpässe können durch „angesparte“ Lagerbestände schnell ausgeglichen werden
  • ermöglicht temporäre Überproduktionen von z.B. frischen Lebensmittel zu konservieren und somit langfristig zu nutzen
  • ermöglicht eine zentral/ neutral gesteuerte und koordinierte Erfassung/ Abgabe/ Verteilung bzw. ein Reporting von überschüssigen Lebensmittel ohne Gewinnabsichten
  • ermöglicht die Reduktion von zukünftigen Übermengen
  • erschließt aus noch guten, sonst entsorgten Lebensmittel lokal verfügbare Roh- und Hilfsstoffe für die Lebensmittelindustrie
  • ermöglicht bisher nur durch einen Import vorhandene Roh- und Hilfsstoffe lokal zu reproduzieren
  • sorgt als neutrales Bindeglied zwischen Handel/ Industrie/ Erzeuger/ Logistik und Hilfsorganisationen für ganz neue, für alle Beteiligte positive Synergien
  • bietet eine Großhandelsstruktur für Hilfsorganisationen wie mit einem kostenlosen, optimierten Zugriff auf überschüssige Lebensmittel für tatsächlich benötigter Menge
  • wird überschüssige Ressourcen wie z.B. Leerfahrten für eine wirtschaftliche Logistik nutzen
  • ermöglicht über Landesgrenzen hinaus eine einheitliche Infrastruktur mit einer zentralen Koordination aller Abläufe
  • bietet allen interessierten Firmen/ Organisationen eine Beteiligung und somit eine gemeinsame und neutrale Non- Profit Struktur als Gewinn für alle an

Weitere Informationen über das Umsetzungsprogramm finden Sie hier.

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