Leitbild

Was wir glauben

Wir glauben, dass keine noch so gute Tat niemanden vor Gott gerecht macht. Jeder Mensch braucht die Vergebung seiner Sünden, niemand ist schuldlos. Diese Vergebung bekommen wir nicht dadurch, dass wir das mosaische Gesetz einhalten und/ oder gute Taten vollbringen, sondern alleine, weil Jesus Christus am Kreuz für jeden von uns gestorben ist. Was sich also keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte. Jeder, der das glaubt, dieses Geschenk für sich an Anspruch nimmt und Jesus Christus nachfolgt, gehört zu Gottes großer Familie. Allein aus Gnade und nicht, weil wir irgendetwas dafür getan haben oder tun müssen.

Lediglich zu glauben, dass Gott existiert, reicht nicht aus. Denn das tun auch die Dämonen. Ein Glaube als Lippenbekenntnis, das im Leben keine Auswirkungen zeigt, ist genauso unlogisch wie einem Hungernden sein Mitleid zu bekunden und ihn gleichzeitig im Regen stehen zu lassen.

Warum wir tun was wir tun

Wir glauben, dass Glaube eine lebendige Beziehung zu dem dreieinigen Gott ist, die unser ganzes Wesen verändert und Auswirkungen hat, die für andere sichtbar sind. Aus Liebe, nicht aus Werkgerechtigkeit.

„Was nützt es, wenn jemand von seinem Glauben spricht, aber nicht entsprechend handelt? Ein solcher Glaube kann niemanden retten. Angenommen, jemand sieht einen Bruder oder eine Schwester um Nahrung oder Kleidung bitten und sagt: »Lass es dir gut gehen, Gott segne dich, halte dich warm und iss dich satt«, ohne ihnen zu essen oder etwas anzuziehen zu geben. Was nützt ihnen das? Es reicht nicht, nur Glauben zu haben. Ein Glaube, der nicht zu guten Taten führt, ist kein Glaube – er ist tot und wertlos.“

Ein perfekter Christ existiert nicht. Jeder wird sein Leben lang Laster haben, die er nicht loswird. Jeder benötigt immer wieder Vergebung. Christ zu sein bedeutet nicht, unser Verhalten den Erwartungen anderer Menschen anzupassen. Genauso heißt es auch nicht zu bleiben, wie wir sind. Gott möchte uns wieder so machen, wie er sich uns ursprünglich gedacht hat. Das ist eine Veränderung, die wir uns nicht selbst aneignen können, sondern die der Heilige Geist in unserem Inneren bewirken kann. Durch unsere Bereitschaft, uns von Ihm verändern zu lassen, startet ein lebenslanger Prozess in uns mit Hürden, auch mal Enttäuschungen, wachsender Geduld, Hoffnung und Liebe in unseren Herzen.

Wenn ich die Sprachen aller Menschen spreche und sogar die Sprache der Engel, aber ich habe keine Liebe, dann bin ich doch nur ein dröhnender Gong oder eine lärmende Trommel. Wenn ich prophetische Eingebungen habe und alle himmlischen Geheimnisse weiß und alle Erkenntnis besitze, wenn ich einen so starken Glauben habe, dass ich Berge versetzen kann, aber ich habe keine Liebe, dann bin ich nichts. Und wenn ich all meinen Besitz verteile und den Tod in den Flammen auf mich nehme, aber ich habe keine Liebe, dann nützt es mir nichts.

Die Liebe ist geduldig und gütig. Die Liebe eifert nicht für den eigenen Standpunkt, sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Die Liebe nimmt sich keine Freiheiten heraus, sie sucht nicht den eigenen Vorteil. Sie lässt sich nicht zum Zorn reizen und trägt das Böse nicht nach. Sie ist nicht schadenfroh, wenn anderen Unrecht geschieht, sondern freut sich mit, wenn jemand das Rechte tut. Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld.

Auch wenn alles einmal aufhört, Glaube, Hoffnung und Liebe nicht. Diese drei werden immer bleiben. Doch am höchsten steht die Liebe.

Aktuelle Ereignisse wie Klimakrise, Pandemie, Kriege und die Auswirkungen daraus stellen uns alle vor große Herausforderungen und machen immer mehr Menschen Angst. Wie wichtig ist es da, gemeinsam füreinander da zu sein und sich auf alleine das zu besinnen, was uns die Bibel lehrt. Gottes großartige Verheißung gilt heute und für jeden. Er lädt jeden ein, diese aktiv zu erleben.

In dieser Gewissheit und mit Gottes Liebe im Herzen möchten wir gerade den Schwachen und Hilfesuchenden auf Augenhöhe real helfen. Jeder ist herzlich willkommen und eingeladen, diesen Weg mit uns in unseren Projekten auf Basis dieser Ausrichtung gemeinsam zu gehen.

Fairdirect e.V. ist Mitglied der Projektgruppe Familie und Armut der Stadt Marburg.

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