Satzung

§ 1 Name, Sitz

  1. Der Verein führt den Namen Fairdirect.
  2. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt danach den Zusatz e. V.
  3. Der Sitz des Vereins ist in Lohra.

§ 2 Zweck

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne
    des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (AO).
  2. Zweck des Vereins ist die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit (§ 52 Absatz2 AO). Der Zweck des Vereins wird verwirklicht insbesondere durch die Schaffung fairer und direkter Handelsbeziehungen zwischen kleinen, wirtschaftlich benachteiligten Herstellerbetrieben und Verbrauchern, als weiterführendes Instrument der Entwicklungszusammenarbeit. Ziel ist, durch die Bildung eines weltweiten Fairdirect-Netzwerkes den regionalen und internationalen, direkten Marktzugang und die Entwicklung kleiner, wirtschaftlich benachteiligter Herstellerbetriebe zu fördern. Hierfür stellt Fairdirect die geeignete Infrastruktur bereit ohne selbst mit Waren zu handeln
    Das Fairdirect-Produktsiegel soll für die Einhaltung von sozialen und ethischen Rahmenbedingungen, die Herkunft und den verantwortungsvollen Einsatz von Roh- und Hilfsstoffen stehen. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Der Verein ist berechtigt sich an Gesellschaften zu beteiligen, deren Unternehmensgegenstand dem Zweck des Vereins gleich oder ähnlich sind, solche Gesellschaften zu gründen, zu erwerben und zu leiten.
  3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person und juristische Person werden. Über die Aufnahme entscheidet nach schriftlichem Antrag der Vorstand. Bei Minderjährigen ist der Aufnahmeantrag durch die gesetzlichen Vertreter zu stellen.
  2. Der Austritt aus dem Verein ist jederzeit zulässig. Er muss schriftlich gegenüber dem Vorstand erklärt werden.
  3. Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn sein Verhalten in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt. Über den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung.
  4. Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod des Mitglieds (bei juristischen Personen mit deren Erlöschen).
  5. Das ausgetretene oder ausgeschlossene Mitglied hat keinen Anspruch gegenüber dem Vereinsvermögen.
  6. Die Mitglieder haben Mitgliedsbeiträge zu leisten. Die Höhe und Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge wird durch die Mitgliederversammlung festgesetzt.ist das Vermögen ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden. Es kann einer anderen juristischen Person oder steuerbegünstigten Körperschaft des öffentlichen Rechts für steuerbegünstigte Zwecke übertragen werden.

§ 4 Vorstand

  1. Der Gesamtvorstand des Vereins besteht aus dem 1. Vorsitzenden und dem 2.Vorsitzenden.
  2. Der vertretungsberechtigte Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus dem1. Vorsitzenden und dem 2. Vorsitzenden. Jeder von ihnen vertritt den Verein einzeln.
  3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung gewählt, die Amtszeit der Vorstandsmitglieder ist unbefristet und endet durch Tod, durch Rücktrittserklärung gegenüber den verbleibenden Vorstandsmitgliedern, bei grober Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur ordentlichen Geschäftsführung. Scheidet ein Vorstandsmitglied aus, so kann der Vorstand für die Zeit bis zur Neuwahl ein Ersatzmitglied aus den Mitgliedern des Vereins bestimmen.
  4. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins. Der Vorstand darf Mitarbeiter zur Verwirklichung der Vereinszwecke anstellen und im In- und Ausland Büros eröffnen.

§ 5 Vergütung

  1. Die Ämter des Vereinsvorstandes werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt.
  2. Die Mitgliederversammlung kann abweichend von Absatz 1 beschließen, dass den Vorstandsmitgliedern für ihre Vorstandstätigkeit eine angemessene Vergütung gezahlt wird.
  3. Der sich aus § 27(3) BGB abgeleitete Grundsatz der Unentgeltlichkeit der Vorstandstätigkeit bezieht sich nur auf die originären ( ursprünglichen) Tätigkeiten des Vorstandes. Vergütungen für Tätigkeiten, welche nicht in Zusammenhang mit der Vorstandstätigkeit stehen, sind auch ohne entsprechende Satzungsänderung zulässig.
  4. Die Mitglieder und der Vorstand können einen Aufwendungsersatz (z.B. Fahrt- oder Reisekosten) erhalten. Dieser kann in Form des Auslagenersatzes oder der pauschalen Aufwandsentschädigung oder Tätigkeitsvergütung (z.B. Ehrenamtspauschale in Höhe des Ehrenamtsfreibetrages gem. §3 Nr.26a EstG) geleistet werden. Maßgeblich sind die steuerlichen Vorschriften und Höchstgrenzen und die finanzielle Leistungsfähigkeit des Vereins. Die Mitglieder und der Vorstand haben das Gebot der Sparsamkeit zu beachten.

§ 6 Mitgliederversammlung

  1. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt. Außerdem muss eine Mitgliederversammlung einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn mindestens 1/10 der Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt.
  2. Jede Mitgliederversammlung ist vom Vorstand schriftlich oder in Textform per E-Mail unter Einhaltung einer Einladungsfrist von zwei Wochen und unter Angabe der Tagesordnung einzuberufen.
  3. Versammlungsleiter ist der 1. Vorsitzende und im Falle seiner Verhinderung der 2.Vorsitzende. Sollten beide nicht anwesend sein, wird ein Versammlungsleiter von der Mitgliederversammlung gewählt. Ein Schriftführer wird von der Mitgliederversammlung
    bestimmt.
  4. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
  5. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst. Zur Änderung der Satzung und des Vereinszwecks ist jedoch eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.
  6. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterschreiben ist.

§ 7 Auflösung, Anfall des Vereinsvermögens

  1. Zur Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von 4/5 der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.
  2. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere, steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit.