OpenFoodBank

Lebensmittel sind als Mittel für unser aller Leben elementar. Der Welthandel verleitet uns hier zu einem günstigen, globalen Import. Selbst viele Grundnahrungsmittel importieren wir mittlerweile aus der ganzen Welt, exotische Lebensmittel gehören schon längst zu unserem Alltag. Das macht uns stark abhängig von globalen Entwicklungen. Diese können von vielen Faktoren gestört werden, worauf wir keinen Einfluss haben und die unsere Versorgung gefährden können.

Zeitgleich steigt die Zahl der akut vom Hungertod bedrohten Menschen weltweit. Starben vor der Corona- Pandemie weltweit schon mehr Menschen an Hunger als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen, steigt aktuell die Zahl von an Hunger sterbenden Menschen weltweit dramatisch an.

Durch den Klimawandel oder Pandemien verringern sich Ernten oder fallen ganz aus. Weniger global verfügbare Lebensmittel bedeutet steigende Preise und somit die noch stärkere Zunahme von Hunger auf der ganzen Welt. Das zwingt uns in vielen Punkten unser Handeln zu überdenken, uns neu auszurichten und zu lernen vorhandene Ressourcen an Lebensmittel besser bzw. mehr zu nutzen, zu konservieren und somit möglichst lange ungekühlt nutzen zu können.

Laut UN werden jedes Jahr weltweit 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel vernichtet. Das ist rechnerisch etwa viermal so viel wie nötig wäre, um das Hungerproblem in der Welt zu lösen. Allein die in den Industrienationen weggeworfene Menge könnte den Welthunger stoppen. Liegt dieser Verlust in den westlichen Ländern an einem Überangebot, fehlen in vielen Teilen der Welt grundlegendste Kenntnisse und einfachste Hilfsmittel für ein sicheres Konservieren von frischen Lebensmittel als Alternative zu z.B. fehlenden Kühlmöglichkeiten und schnellem Verderb.

Das OpenFoodBank- Netzwerk bildet eine digitale, kostenlose Großhandelsstruktur für die Nutzung von sonst entsorgten Lebensmittelüberschüssen. Lebensmittel- Großspenden werden hier von spendenden Firmen an verteilende Organisationen regional wie international kostenlos vermittelt. Die Secondfood- Infrastruktur ermöglicht als Teil dieses Netzwerkes frische Lebensmittel in robuste, ungekühlt maximal lange Secondfood- Lebensmittel zu verwandeln. So ungekühlt lange konserviert können diese Bedürftigen regional und weltweit über einen langen Zeitraum zur Verfügung gestellt werden. Secondfood steht auch für das Wissen, welches viele unserer Eltern/Großeltern nach dem Krieg vor dem Hungertod bewahrt hat, bedürftigen Menschen weltweit zugänglich und als Hilfe zur Selbsthilfe nutzbar zu machen.

Die technische Basis der OpenFoodBank bildet eine ausgereifte und seit März 2020 Open Souce verfügbare Software.

Was kann das OpenFoodBank- Netzwerk leisten ?

  • Eine zentrale Non- Profit- Infrastruktur bestehend aus Logistik/ Lagerhaltung/ IT & Management für die Erfassung, Lagerung, Verteilung und, wenn nötig, Weiterverarbeitung von verzehrfähigen, aktuell entsorgten Lebensmittelüberschüssen jeder Art und Menge bereitstellen
  • Überschüssige Waren- bzw. Stoffströme in jeder Größe mit dem Ziel „Verzehren vor Entsorgen“ lenken, lagern, verarbeiten und verteilen
  • Koordination und Umsetzung der Verarbeitung von leicht verderblichen Lebensmittel zu ungekühlt maximal lange haltbaren Secondfood– Lebensmittel bzw. zu der Gewinnung von Secondfood- Roh- und Hilfsstoffe für die Lebensmittelproduktion.
  • Teilmengen an Secondfood- Produkte an angegliederte Einzelhandelsketten bzw. von Secondfood Roh- und Hilfsstoffe an Lebensmittelproduzenten bereitstellen. Der Verkauf dieser Teilmengen deckt die Selbstkosten der gemeinnützigen Infrastruktur Openfoodbank
  • Lange haltbare, ungekühlt lagerfähige Lebensmittelbestände für z.B. Krisen, bei Lebensmittelengpässen, Hungersnöten etc. in zentralen/ dezentralen Lagerstätten bereitstellen und verwalten
  • Auslieferung der kostenlosen Abgabe von Lebensmittel in definierten Mengen an angeschlossene Hilfsorganisationen
  • kann lebensmittelverteilende Organisationen regional und International optimal unterstützen
  • bietet einen schnellen Überblick welche Organisationen in welchem Regionen weltweit tätig sind.

Die OpenFoodBank:

  • vermindert effektiv die Verschwendung von wertvollen Lebensmittelressourcen
  • bietet ein hohes Maß an Ökologie, Natur-, Umwelt- und Tierschutz im Bereich Lebensmittel/ Lebensmittelproduktion da aktuell entsorgte Lebensmittel weitergeben werden bzw. zu ungekühlt maximal lange haltbare Secondfood- Produkte weiterverarbeitet werden
  • bringt mit Secondfood- Produkten bzw. mit dem Secondfood- Label versehene Lebensmittel diese Aspekte kunden- und werbewirksam direkt in die Regale des LEH
  • erhöht die Unabhängigkeit von vorhanden Lieferketten. Lebensmittelengpässe können durch „angesparte“ Lagerbestände schnell ausgeglichen werden
  • ermöglicht temporäre Überproduktionen von z.B. frischen Lebensmittel zu konservieren und somit langfristig zu nutzen
  • ermöglicht eine zentral/ neutral gesteuerte und koordinierte Erfassung/ Abgabe/ Verteilung bzw. ein Reporting von überschüssigen Lebensmittel ohne Gewinnabsichten
  • ermöglicht die Reduktion von zukünftigen Übermengen
  • erschließt aus noch guten, sonst entsorgten Lebensmittel lokal verfügbare Roh- und Hilfsstoffe für die Lebensmittelindustrie
  • ermöglicht bisher nur durch einen Import vorhandene Roh- und Hilfsstoffe lokal zu reproduzieren
  • sorgt als neutrales Bindeglied zwischen Handel/ Industrie/ Erzeuger/ Logistik und Hilfsorganisationen für ganz neue, für alle Beteiligte positive Synergien
  • bietet eine Großhandelsstruktur für Hilfsorganisationen wie mit einem kostenlosen, optimierten Zugriff auf überschüssige Lebensmittel für tatsächlich benötigter Menge
  • wird überschüssige Ressourcen wie z.B. Leerfahrten für eine wirtschaftliche Logistik nutzen
  • bietet eine kostenlose Plattform für den Austausch aller Akteure, welche z.B. in der selben Region weltweit arbeiten.
  • ermöglicht über Landesgrenzen hinaus eine einheitliche Infrastruktur mit einer zentralen Koordination aller Abläufe
  • bietet allen interessierten Firmen/ Organisationen eine Beteiligung und somit eine gemeinsame und neutrale Non- Profit Struktur als Gewinn für alle an

Zur OpenFoodBank (Demoversion, Start im September 2020)

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