Secondfood

 

Weltweit landen unvorstellbare Mengen an noch guten Lebensmittel im Müll. In Deutschland wirft jeder Bürger im Schnitt ca. 80 kg / Jahr zu viel gekaufte Lebensmittel weg. Über die Entsorgung im gewerblichen Bereich gibt es mit Schätzungsweise 5 – 13% Warenverlust nicht einmal verlässliche Zahlen. Insgesamt werden rund 50% aller hier in Deutschland verfügbaren Lebensmittel nicht verzehrt. Liegt es in westlichen Ländern meist an einer Übersättigung, verderben z.B. in Indien dringend benötigte Lebensmittel aufgrund von fehlender, geeigneter Lagermöglichkeiten, Kühlhäuser, funktionierender Kühlketten, geregelter Stromversorgung, ungenügender Transportmöglichkeiten etc.

Zeitgleich hungern aktuell weltweit 815 Millionen Menschen. 2015, 2016 und 2017 stieg die Zahl der seit 1990 sinkenden Statistik wieder deutlich an. An Hunger sterben heute weltweit mehr Menschen als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen!

Auf dem Weltmarkt fehlen die weggeworfenen Lebensmittel bzw. deren Roh- und Hilfsstoffe und treiben weltweit die Preise stark nach oben. Global werden die Anbauflächen knapp bei immer mehr Menschen auf unserem Planeten. Von den Unmengen unnötig angebautem Futter und in Intensivmast gezüchteten und im Akkord geschlachteten Tieren ganz zu schweigen.

Gutes verwerten statt vernichten

Einkochen, Fermentieren, Räuchern, Dörren, Pökeln …, es gibt viele einfache, über Jahrhunderte bewährte Möglichkeiten Lebensmittel mit einfachen Mitteln sicher ungekühlt lange haltbar zu machen. Hier setzt Secondfood an.

Secondfood bietet:

Wissen

Oft fehlen schnell einsehbare, gute und verständliche Anleitungen wie was einfach und sicher haltbar gemacht werden kann. Wie erkenne ich, ob das Lebensmittel noch gut ist? Alle hierfür wichtigen Daten haben wir in einer offline benutzbaren APP begonnen zu sammeln. Bei dieser Open Source Enzyklopädie der Lebensmittelrettung kann sich jeder mit seinem Wissen und Erfahrungen einbringen.

Technik

Wir bauen mobile Einheiten um große Mengen gemeinsam haltbar machen zu können und stellen diese zur Verfügung. Für viele Maschinen erstellen wir Open Source Baupläne für ein einfaches Nachbauen mit einfachen Mitteln.

Secondfood arbeitet:

Regional

Gemeinsam frische Lebensmittel haltbar machen. Die mobile Secondfood- Infrastruktur zur Lebensmittelverarbeitung kann autark eingesetzt werden und ermöglicht so einen unabhängigen Einsatz. Wichtig ist uns Menschen jeden Alters und sozialen Standes zu ermutigen Lebensmittel nicht achtlos zu behandeln sondern wertzuschätzen. Aus Überschüssen lassen sich leckere und gesunde Lebensmittel herstellen, welche einfach selbst zubereitet werden können und lange ungekühlt haltbar sind. Gemeinsam mit Fairdirect Services UG bieten wir gezielt verschiedene Mitmachprojekte und Vorträge rund um das Thema „Lebensmittel wertschätzen und haltbar machen“ an. Der teilweise Verkauf der Secondfood- Produkte deckt die Herstellungskosten und ermöglicht die kostenlose Verteilung der Restmenge an akut vor dem Hungertod bedrohte Menschen weltweit über das OpenFoodBank- Netzwerk.

International

Von zzt. rund 815 Millionen Hungernden sind 50 % Kleinbauern bzw. deren Familien. Da sie arm sind können sie, wenn ihre Ernte schlecht ausfällt, keine ausreichenden Nahrungsmittel hinzukaufen und müssen hungern. Auch bei guter Ernte erhalten diese, da meist ein fairer und direkter Zugang zu Kunden weltweit fehlt, selten existenzsichernde Preise für ihre Waren. Viele geerntete Produkte verderben schnell durch eine nicht vorhandene Infrastruktur (z.B. fehlende Kühlhäuser) und können so nur sehr bedingt selbst genutzt, gelagert oder verkauft werden. Vielen Kleinbauern wird das wenige Land, welches sie bewirtschaften und somit ihre Existenzgrundlage, genommen.

Secondfood bietet diesen Menschen einen kostenlosen Zugang zu dem Wissen, welche alle Secondfood- Produzenten gemeinsam durch die Weiterverarbeitung von Lebensmittel zu Secondfood- Lebensmittel sammeln. Duch die Weitergabe von geeigneten Maschinen bzw. einer gezielten Anleitung zum Nachbauen geeigneter Maschinen entsteht eine real funktionierende, langfristige Hilfe zur Selbsthilfe.

Secondfood ist:

  • Aktiver Ressourcen-, Tier-, Klima-, und Umweltschutz. Die Hauptzutaten von Secondfood- Lebensmittel sind nicht extra angebaut, aufgezogen oder gezüchtet worden. Die Basis von Secondfood- Produkte bilden qualitativ noch gute und sonst vernichtete Lebensmittel. Secondfood = zweite Chance für erste Wahl!
  • Eingliederung. Secondfood bietet sozial benachteiligten Menschen weltweit eine Hilfe zur Selbsthilfe.
  • Qualität. Die ausschließliche Verarbeitung von qualitativ guten, sonst aber vernichteten Lebensmittel unter professionellen Bedingungen bietet eine gute Qualität. Dafür steht das Secondfood- Qualitätslabel. Alle Secondfood- Produkte werden regelmäßig auf Qualität und Geschmack überwacht.
  • Non Profit. Secondfood ist weder gewinnorientiert noch abhängig von Spenden.

Zum Secondfood- Forum

Zum Secondfood- Blog

Weitere Informationen über Secondfood gibt es hier.

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